Schlüpfrig, versaut und nur selten ein Thema für die Familienfeier. Analsex kann jeder, doch nur wenige sprechen davon. Zum Glück halten sich Amateur- und Profi-Pornostars mit ihren lustvollen – und manchmal schmutzigen – Details nicht hinterm Berg. Hier erfährst du, was Pornodarsteller von Just Lucy bis Hanna Secret wirklich über Anal denken und wie es bei ihnen am besten funktioniert.
Pornostar Hanna Secret findet Analsex während ihrer Periode gut
Die Nachfrage nach Anal-Szenen ist gigantisch. Die meisten Pornostars kommen nicht umhin, auch ihr Hintertürchen gekonnt in Szene zu setzen. Doch ist Analsex auch geil? Oder geht es nur um Klicks und das große Geld? Diese Frage stellte ein Fan an Hanna Secret, einem der derzeit wohl bedeutendsten Amateur-Pornostar Deutschlands.

Die Antwort kommt prompt in einem der Sextalk-Videos von Hanna: „Gerade, wenn ich mal meine Tage habe, ist es eine Abwechslung und ich finde es … gut“, gibt die ehemalige Krankenschwester und Venus-Award-Gewinnerin lachend zu. Schließlich würde die Amateurdarstellerin trotz ihrer Berühmtheit nichts machen, was ihr nicht gefällt.
Deutsche Pornostars sind sich einig: Anal muss man wollen
Ihre Meinung über Analsex teilt Hanna Secret mit vielen Anderen. Im Bild-Interview zum tabuisierten Thema stimmen viele deutsche Pornodarstellerinnen einstimmig zu: Analsex macht ihnen auch privat Spaß. Vom Amateur-Promi Schnuggie91 bis hin zur Skandal-Darstellerin Aische Pervers sind alle Feuer und Flamme, wenn es um Analsex geht.
Gerade die Amateurinnen haben schließlich die Wahl. Sie planen und drehen ihre Filme in Eigenregie und sind nicht durch Verträge mit Produktionsfirmen an bestimmte Praktiken gebunden. Anal gehört für sie dennoch dazu.

Aber auch Texas Pattie, eine deutsche Pornodarstellerin, die mit den großen Produktionsfirmen in den USA zusammenarbeitet und dabei schon einige Anal-Szenen gedreht hat, sagt bei Bild: „Meine Devise ist: Ich mache nichts, was ich nicht mag oder wo ich nicht draufstehe.“
Tabus gibt es also auch bei Pornodarstellerinnen. Dass Analsex meist nicht dabei ist, zeigt, dass auch die Profis Freude daran finden. Aische Pervers gibt in demselben Interview sogar zu, dass Analsex ihr mittlerweile mehr Spaß mache als Vaginalsex. Die Zuschauer freut es sicher auch!
Analsex erfüllt – im wahrsten Sinne des Wortes
Warum für Pornostars, die beim Analsex sehr oft bis an ihre Grenzen gehen, der Sex durch das Hintertürchen immer eine nette Abwechslung ist, erklärt Hanna Secret ebenfalls ihren Fans: „Generell würde ich sagen, dass es ein Gefühl ist, was halt ziemlich eng ist und man kurz das Gefühl hat, dir bleibt die Luft ein wenig weg.“
Einfach so drauf los hämmern, ist dabei nicht. Selbst der Profi muss sich immer wieder auf die ungewohnte Situation einlassen. Doch es lohnt sich, denn: „Wenn du dann so entspannt bist, fühlt sich das eigentlich ganz cool an. Also, du bist sehr ausgefüllt.“ Das Gefühl ist extrem und laut der Expertin „schon ein Höhepunkt.“
Zu viel Gleitgel ist gerade genug: Es muss flutschen
Die oberste Weisheit beim Analsex, vor allem im Porno, ist: Wenn du denkst, es ist genug Gleitgel – dann gib noch etwas mehr dazu. Keine Seife, kein Baby-Öl. Damit Analsex nicht weh tut und die Frau ihn ohne Schäden genießen kann, muss es flutschen. Genau dafür ist Gleitgel gemacht.

Laut Tasha Reign, einem ehemaligen Playboy- und Penthouse-Model mit Erfahrungen im Profi-Porno, gibt es nur eine einzige Alternative zum Gleitgel: natürliches Kokosöl. Das zumindest gibt sie dem Trend-Magazin Desired als Tipp für den gelungenen Analsex mit.
Problematisch bleibt, dass sich Kokosöl nicht mit allen Kondomen und Sex-Toys verwenden lässt. Genauso steht es um die Kombination von Silikon-Gleitgel und Silikon-Spielzeug. Das Öl greift das Material eventuell an. Niemand hat es gern, wenn sich ein Sex-Toy im Anus auflöst. Deshalb: Gutes Gleitgel mit gutem Spielzeug und es bleibt spaßig.
Anal braucht Vorbereitung – auch bei Pornostars
Bis es so weit ist und die Erotikdarstellerinnen im Film oder privat den Druck genießen können, ist jedoch einiges passiert. Viele der Pornodarstellerinnen hatten nicht ganz so viel Vergnügen beim ersten Mal anal. Das liegt vor allem an der mangelnden Vorbereitung.
Denn für Sex durchs Hintertürchen müssen sich die meisten Frauen nicht nur mental vorbereiten, sondern auch körperlich. Hierfür hat jede Pornodarstellerin ihre eigenen Analtipps. 1, 2, 3, 4 – mit den Fingern langsam vorgedehnt oder mit einem Analplug stufenweise geweitet. Gerade die riesigen Porno-Penisse brauchen mehrstufige Vorbereitung.

Einzig und allein die Hardcore-Darstellerin Della Dane scheint einen Hintern aus Stahl zu haben. Die Pornoqueen mit dem Undercut bereitet sich laut ihrem Interview mit Vice.de nicht immer auf Analsex vor: „Ich habe in der Regel Analsex mit Partnern, mit denen ich mich wohl fühle und einen möglichen Unfall aushalten kann.“ – Moment mal … Unfall?
Beim Analsex kann es wirklich schmutzig werden
Der größte Alptraum aller Anal-Anfänger ist wohl der „Unfall“. Pornodarstellerinnen können darüber nur lachen: Irgendwann passiert es jedem. Schließlich stecken die Männer ihr bestes Stück (und noch viel mehr) dort rein, wo sonst ganz andere Sachen herauskommen.
Damit das Unglück jedoch im Rahmen bleibt, empfehlen die Pornstars eine gute Vorbereitung. Die besteht aus wenig Essen und einem reinigenden Einlauf vor dem Sex.

Selbst bei der Kingsize-Pornoqueen Kimmie KaBoom wird gefastet. „Ich würde empfehlen, 12 bis 24 Stunden davor keine schweren Mahlzeiten zu essen, um größere Unfälle zu vermeiden“, gibt Sie den Lesern von Vice als Tipp.
Dass es mal etwas dreckiger wird, ist jedoch niemals ausgeschlossen. Ein lockeres Mindset und viel Vertrauen zum Partner helfen daher am meisten gegen die Angst vor Unfällen.
Das sind die No-Gos beim Analsex
Ohnehin bildet selbst für Pornostars das Vertrauen beim Analsex die wichtigste Grundlage. Amateurinnen machen es nicht mit jedem, doch im professionellen Umfeld des Pornos wissen Männer meist, wie sie vorgehen müssen. Problematisch wird es dann mit wilden Jungs auf privaten Treffen.

Charlotte Sartre, die in ihren unterwürfigen Hardcore-Szenen so einiges durchsteht, erwartet privat wesentlich mehr Zurückhaltung, wie sie Vice.de erklärt: „Die meisten Normalos glauben einfach, dass sie nachmachen können, was sie in Pornos sehen.” Aber Profi-Produktionen sind eben nicht die Realität.
Benehmt euch, Jungs!
Bevor sich männliche, selbsterkorene Analstars an das Hintertürchen der Partnerin wagen, sollten sie deshalb zunächst einmal langsam Erfahrung sammeln. Im Vice-Interview kommt dieser Tipp übrigens auch von einem Mann.

Ryan Driller ist Pornodarsteller sowohl für homosexuelle Clips als auch für heterosexuelle. Mit Anal kennt er sich deshalb aus allen Perspektiven aus. „Du musst eine Menge mit deiner Partnerin oder deinem Partner sprechen, um herauszufinden, ob er oder sie tatsächlich Lust darauf hat“, gibt der Best Male Performer von 2015 zu bedenken.
Spaß am Analsex erfordert auch Selbstbeherrschung: Männer müssen aufhören können, wenn es den Frauen zu viel wird.
Wenn Analsex schmerzt, ist auch bei Pornstars Schluss
Zu viel wird es definitiv, wenn es stark schmerzt. Deshalb ist für Driller eins der größten Tabus die Einnahme von Schmerzmedikamenten oder enthemmenden Drogen, sogenannten „Poppers“. Enthemmter Sex ist gut, aber die Medikamente machen blind für Probleme: „Du musst spüren können, ob sich etwas nicht richtig oder gut anfühlt, damit du dich nicht verletzt.“
Kleinere Verletzungen beim Analsex kann es immer geben. Wer jedoch nicht mehr spürt, wann es zu viel ist, kann das Afterwandgewebe nachhaltig schädigen. Deshalb müssen selbst Pornodarstellerinnen beim Analsex auf ihren Körper hören.
Die Analkünstlerin Charlotte Satre formuliert es für Vice.de einfach: „Wenn es trotzdem schmerzt, dann läuft irgendwas falsch. Entweder ist es nichts für dich oder du musst deine Herangehensweise ändern.“
Just Lucy erklärt, wie Analsex zur Freude wird
Genau diese Erfahrung hat das junge Pornosternchen Just Lucy (ehemals „Lucy Cat“) gemacht. Ihren ersten richtigen Analsex hatte sie laut eigenen Angaben mit 18 Jahren. Der war gleich ziemlich hart und fand unter ein wenig Alkoholeinfluss statt.
In der Nacht fand sie es geil, doch die Tage danach waren schlimm und schmerzhaft, weshalb sie erst einmal eine Analpause eingelegt hat. Später ging sie das Thema dann entspannter an und dann hat es wunderbar geklappt. „Jeder langsame tiefe Stoß löste ein Kribbeln bei mir aus”, erinnert sich die wilde Blondine.

Einen Tipp hat sie mitgenommen, damit die Entspannung auch ohne Alkohol einsetzt: Kurz vor der analen Penetration konzentriert sie sich anfangs ganz genau auf diesen Moment, „als müsste ich Pipi”. Sobald die erste Hürde geschafft war, konnte sie sich dann entspannen.
„Danach wurde das Gefühl immer vertrauter und nach einiger Zeit ging es ohne meine Gedankenhilfe“, beschreibt die Anal-Expertin. Mittlerweile ist Analsex sogar eine ihrer Vorlieben geworden. Ob der Trick bei jedem so klappt? Bleibt nur der Selbstversuch – am besten mit guter Absprache und (zu) viel Gleitgel!